So wurde ich als Schutzengel tätig
Am 07. Juni 2009 war ich mit zwei Freunden auf dem Weg von Stralsund nach Hamburg. Auf dem Weg zur Autobahn vor Tribsees bemerkten wir schon in Negast im Kreisverkehr einen auffälligen vor uns fahrenden Pkw.
Uns war sofort klar, dass diese Fahrerin, sie fuhr in Schlangenlinien, mit ihrem Pkw eine erhebliche Gefahr für den Straßenverkehr und für das Leben und die Gesundheit weiterer Verkehrsteilnehmer darstellte. Über diese Sachlage informierten wir unverzüglich die Polizei. Uns entgegenkommende Verkehrsteilnehmer warnten wir mittels Lichthupe, wir selber blieben hinter diesem Pkw. Als der Pkw dann kurz vor Tribsees an den rechten Straßenrand fuhr und anhielt, nutzte einer meiner Freunde sofort die Gelegenheit und verhinderte durch das Abziehen des Zündschlüssels eine Weiterfahrt. Der andere Freund sicherte uns inzwischen durch das Aufstellen eines Warndreiecks. Danach warteten wir das Eintreffen der Polizei ab. Den Beamten schilderten wir den Sachverhalt und übergaben den weggenommenen Zündschlüssel. Ein von den Beamten vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,47 Promille.
Vielleicht könnte jetzt jemand fragen und was hast du damit zu tun?
Ich habe meine Freunde aktiv darin unterstützt, dass es richtig und notwendig ist, in dieser Situation tätig zu werden. Es galt schließlich Schlimmeres zu verhindern. Diese Einflussnahme und das Unterstützen meiner Freunde ist auch eine Form der Tätigkeit als „Schutzengel“.
Aktiv sein und Einfluss nehmen bedeutet ja nicht, dass man sich in Gefahr bringen muss. Wichtig ist, dass man nicht zusieht, sondern etwas unternimmt.
Eure Judith |