...sicher auf unseren Straßen  
 
 
 
         
 
größere Auflösung gut geeignet für Druck Fotos hier schnellere Ladezeit bei Nacht der Schutzengel in der Alten Brauerei Stralsund Artikel aus der Ostseezeitung vom 12.10.2009 im Format-PDF
 
1.100 junge Leute feierten „Nacht der Schutzengel“
 
In der Alten Brauerei Stralsund stieg am 09.Oktober 2009 für die Schutzengel eine Riesen-Party mit insgesamt 1.100 jungen Leuten. Vielen Dank an die Verkehrswacht,
die diese Feier ermöglichte.
Seit April 2008 läuft das Projekt Schutzengel in Nordvorpommern. Dieses erweiterten wir mit dem Jahr 2009 auf die Hansestadt Stralsund. Anliegen der Ernennung zum
Schutzengel ist es, die jungen Frauen zu motivieren, auf ihre Partner und Freunde einzuwirken, mit dem Auto nicht zu rasen und nicht unter Alkohol- und Drogeneinfluss
.zu fahren. Sie können auf diese Weise mithelfen, dass nicht länger so viele junge Menschen auf unseren Straßen verunglücken wie bisher.
Appelliert wird auf diese Weise an Ihre Vernunft, denn junge Frauen sind verantwortungsvoller als ihre männlichen Altersgenossen wenn es um Sicherheit, Rücksicht
und Einsicht geht.
Als im März 2008 der Startschuss in Nordvorpommern fiel, war es höchste Zeit etwas gegen die hohen Zahlen der vielen jungen verunglückten Verkehrsteilnehmer zu
tun. Gab es im Landkreis Nordvorpommern in den Jahren 2005 bis 2007 doch 17 Tote in der Altersgruppe 16 bis 25 Jahre. Ziel war es, innerhalb von drei Jahren diese
Zahl zu halbieren.
Schon im Jahr 2008 zeigte das Projekt Wirkung. Zwar stiegen die Unfallzahlen um 2 Prozent, aber die Verkehrunfälle mit Personenschaden gingen um 9,1 Prozent
zurück. Für die gefährdete Altersgruppe der 16-25 Jährigen bedeutete dieses, dass es im Jahr 2008 eine getötete Person bei einem Verkehrsunfall gab, gegenüber
2007 mit fünf Personen. Dieser Erfolg setzt sich im Jahr 2009 fort. Die Verkehrsunfälle mit Personenschäden gingen bis 30. September wiederum
um 12,4 Prozent zurück.
Die Schutzengel gibt es seit April 2009 auch in der Hansestadt Stralsund. Hier sollte der Erfolg des Landkreises fortgesetzt werden. Und die Ergebnisse sprechen für
sich. Seit April 2009 gingen die Verkehrsunfälle mit Personenschäden, zum Vergleichszeitraum des Vorjahres, um 9,1 Prozent zurück. Konkrete Zahlen und
längerfristige Untersuchungen sind für Stralsund erst im jahr 2010 möglich.
Zurück zur Party. Ab 21.00 Uhr standen die jungen Leute Schlange vor der Alten Brauerei. Sie wollten gemeinsam die „Nacht der Schutzengel“ feiern. Einlasser waren
dieses mal, nicht wie gewohnt der Einlassdienst, sondern Polizeibeamte des Einsatzzuges der Inspektion Zentrale Dienste Stralsund. Bei den Kontrollen zeigten alle
Gäste Einsicht und waren gut gelaunt. Die Ausgabe der Eintrittskarten und -bänder organisierten die Verkehrswacht, die Präventionsbeamten und Mitglieder der
Arbeitsgruppe Schutzengel. Immerhin 1.100 Mal musste die Einlassprozedur vollzogen werden.
Für die 600 Schutzengel, die mit Ausweis kostenlos Einlass erhielten, gab es dann noch eine kurze Befragung, bevor die Party steigen konnte.
Polizeikommissaranwärterin Anne-Teresa Winterberg befragte mit Fragebogen zum Schutzengelprojekt über 250 Schutzengel. Sie schreibt ihre Diplomarbeit an der
Fachhochschule über das Schutzengelprojekt.
Oben im Saal heizte DJ Alex von der Ostseewelle ordentlich ein, so dass er die Stimmung fast zum Sieden brachte. Auch die 16- bis 18-Jährigen hatten diesmal Grund
zur Freude. Durch eine Ausnahmeregelung des Ordnungsamtes durfte ihr Feierspaß bis zwei Uhr morgens dauern. Die restlichen Feiergäste hielten bis nach vier Uhr
durch.
In ihren kurzen Grußansprachen gaben der Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund, der Landrat des Kreises Nordvorpommern und der Leiter der Polizeidirektion
Stralsund dem Projekt und der Party beste Noten. Der Oberbürgermeister wählte zur Einordnung der Veranstaltung solche Worte wie: „Fantastisch, genial, Wahnsinn.“
Das Schutzengelprojekt unter Schirmherrschaft des Landrates Ralf Drescher, des Oberbürgermeisters Dr. Alexander Badrow und des Leiters der Polizeidirektion
Stralsund Siegfried Bruß ist eine Erfolgsgeschichte, die im Jahr 2010 auf die Insel Rügen ausgeweitet werden soll und muss.
 
Party   screen
 
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
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